Vernetzungstreffen „Grüner Korridor“
Pressemitteilung der Stadt Jüchen vom 11.02.2026
Am vergangenen Freitag fand im Jüchener Rathaus ein Vernetzungstreffen zum „Grünen Korridor“ statt.
Die Stadt Jüchen entwickelt im Projekt „Grüner Korridor“ im Rahmen des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ ein zukunftsorientiertes Landschaftskonzept für den Raum zwischen Schloss Dyck, der Stadt und der Tagebaufolgelandschaft Garzweiler. Damit soll ein klimafester Grün- und Biotopverbund und damit eine zukunftsfähige Kulturlandschaft geschaffen werden, die Natur, Wasser, Erholung, Klimaanpassung, Lebensqualität und regionale Entwicklung sinnvoll miteinander verbindet.
Entlang der Täler des Jüchener und Kelzenberger Bachs entstehen neue Landschaftselemente, klimaresistente Bäume und Sträucher, artenreiche Wiesen sowie Flächen zum Umgang mit Starkregen. Gleichzeitig wird das Gebiet für die Naherholung und den Radverkehr weiterentwickelt. In insgesamt 16 Testfeldern werden konkrete Maßnahmen erprobt, um praxisnahe Lösungen für Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Landschaftsgestaltung zu entwickeln. Auf acht der 16 Testfeldern werden bis 2027 erste Projekte umgesetzt, weitere Schritte folgen perspektivisch bis zur IGA 2037.
Ziel des Treffens war es, die Kooperation der am Projekt Beteiligten weiter zu stärken – mit dem gemeinsamen Ziel der Klimaanpassung.
Bürgermeister Philipp Sieben begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zu denen neben Katja Erke und Laura Schütz von der Arbeitsgemeinschaft JUCA & Landschaftsmanufaktur auch Vertreter des Umweltamtes des Rhein-Kreises Neuss, der RWE AG und der Stiftung Schloss Dyck gehörten. Auch die Landwirtschaftskammer, der Erftverband, der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler sowie Vertreter der lokalen Gruppen von NABU und BUND waren der Einladung gefolgt.
Landschaftsarchitektin Katja Erke stellte den aktuellen Entwurfsstand des Landschaftskonzepts und die geplanten Maßnahmen vor. In mehreren Arbeitsgruppen wurden die einzelnen Elemente des Projekts diskutiert, wobei ein reger Erfahrungs- und Wissensaustausch stattfand. Thematisiert wurden u.a. die Anlage von landschaftlichen und hydrologischen Testfeldern sowie Artenlisten.
Die Planung soll nun nachhaltig weitergeführt werden. Dabei wird insbesondere auch berücksichtigt, dass die spätere Unterhaltung der Maßnahmen machbar ist. Die Beteiligten sprachen sich dafür aus, die Zusammenarbeit fortzusetzen, um das gemeinsame Ziel der Klimaanpassung erfolgreich zu erreichen.
Im nächsten Schritt werden nun die Vorschläge und Ergebnisse des Treffens in das Konzept eingearbeitet. Am 10.03.2026 wird um 17 Uhr im Haus Katz ein Treffen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema stattfinden. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an tim.wichards@juechen.de oder telefonisch unter 02165-915-6110.
„Ich freue mich, dass wir in Jüchen zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft JUCA & Landschaftsmanufaktur ein wissenschaftlich fundiertes, gut umsetzbares Konzept für die Klimaanpassung im sogenannten Grünen Korridor erarbeiten und umsetzen. Das Treffen hat die gute Kooperation der verschiedenen am Projekt Beteiligten weiter verstärkt“, so Bürgermeister Philipp Sieben.